Grundsätze des liberalen Feminismus

Wir als Junge Liberale setzen uns auf allen politischen Ebenen für Gleichberechtigung ein. Gleichberechtigung ist ein liberales Kernanliegen, denn ohne sie kann es auch keine individuelle Freiheit geben.

Dabei betrachten wir jeden Menschen als Individuum und nicht als Teil einer kollektiven Schicksalsgemeinschaft, die sich durch Zugehörigkeit zu einem Volk, einem Status, oder einem Geschlecht definiert. Kollektivistischen Feminismus, der gesellschaftliche Gruppen als Gegenspieler ansieht, lehnen wir daher ab. Stattdessen setzen wir uns für einen liberalen und individualistischen Feminismus ein, der für Gleichberechtigung sorgt, bei der das Individuum und nicht das Kollektiv im Zentrum steht. Denn weil für uns die Individualität jedes Menschen der Ausgangspunkt unserer Politik ist, betrachten wir gesellschaftliche Unterschiede grundsätzlich nicht als Problem, sondern als Ausdruck von Vielfalt.

Dies gilt jedoch nur, sofern diese Unterschiede auf einer eigenen, freiverantwortlichen Entscheidung beruhen. Gesellschaftliche Unterschiede und Hierarchien sind dann problematisch, wenn sie dem Individuum von außen aufgedrängt werden und sich als Barriere oder Einschränkung der individuellen Freiheit darstellen. Echte Vielfalt und Freiheit kann daher nur da entstehen, wo auch für alle faire Rahmenbedingungen bestehen. Damit jeder Mensch sich frei entfalten kann, muss also auch jeder gerechte Chancen haben. Kernelement des Liberalismus ist es, jedem zu ermöglichen, sich weiterentwickeln und frei entfalten.

Wir setzen und daher für einen progressiven Liberalismus ein, in dem es einen Wettbewerb um die besten Ideen und Freiheit für die Kraft des Fortschritts gibt. Viele positive Entwicklungen auf der Welt, die die Gleichberechtigung der Frau verbessert haben, sind gerade den progressiven Ideen zu verdanken, die durch den Liberalismus überhaupt erst entstehen konnten. Gleichberechtigung und individuelle Freiheit bedingen sich daher gegenseitig.

Als Junge Liberale stehen wir daher grundsätzlich allen Maßnahmen positiv gegenüber, die gleichzeitig sowohl die Gleichberechtigung, als auch die Freiheit jedes Individuums fördern.

Blutspende ohne Stigmatisierung

Die 2017 veröffentlichte Novelle „Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Richtlinie Hämotherapie)“ der Bundesärztekammer beinhaltet auch weiterhin willkürliche und diskriminierende Einschränkungen im Bereich der Blutspende. Eine Gleichstellung von MSM (Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben) wurde nicht vorgenommen.

Die Jungen Liberalen Bremen fordern daher, dass die Erlaubnis zur Blutspende aufgrund des individuellen Risikoverhaltens des Spenders, unabhängig von Geschlecht oder Sexualität, vorgenommen wird. Alle abgegebenen Blutspenden sind weiterhin wissenschaftlich aktuellen Untersuchungen zu unterziehen, um Infektionsschutz zu garantieren.

Abschaffung des juristischen Geschlechts

Die Jungen Liberalen Bremen fordern die Abschaffung des juristischen Geschlechts.

Gegen eine Frauenquote bei FDP und Jungen Liberalen

Die Jungen Liberalen Bremen weisen die Forderung der Bundesvereinigung Liberale Frauen nach einer Frauenquote bei der FDP entschieden zurück. Die Jungen Liberalen Bremen sind überzeugt davon, dass eine Frauenquote den Idealen des Liberalismus diametral entgegensteht.