28.10.2017

Exzellenz auch ohne Status

Die Jungen Liberalen Bremen setzen sich dafür ein, dass die Exzellenzinitiative fortgesetzt wird, um Spitzenforschung zu fördern und universitäre mit außeruniversitärer Forschung stärker zu verknüpfen. Gleichzeitig setzen wir uns für eine Anpassung der Kriterien ein, die die Bedeutung exzellenter Lehre stärker berücksichtigen. Regionaler Proporz darf hierbei keine Rolle spielen. Es darf außerdem keinen automatischen Bestandsschutz für bisherige Exzellenzuniversitäten geben.

Durch das Ausscheiden der Universität Bremen aus der Exzellenzinitiative sehen wir zudem klaren Handlungsbedarf in der Wissenschaftspolitik Bremens:

  • Wir setzen uns für das Konzept nachgelagerter Studiengebühren ein, mit denen sich Universitäten anreizbasiert über ihre Studienabgänger finanzieren können.

  • Zusätzlich zu diesen langfristigen Finanzierungsanreizen setzen wir uns dafür ein, dass das Land Bremen einen Überbrückungsplan für die Zeit wieder hin zum Exzellenzstatus erarbeitet. Hierbei soll sowohl die reine Finanzierung der Bremer Hochschulen sowie auch die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Vordergrund stehen.

  • Im Rahmen dieser Vernetzung setzen sich die Jungen Liberalen für eine Ausweitung und Professionalisierung von Gründer und App-Wettbewerben ein. Diese sollen sich auf langfristige Projekte fokussieren und Adaption im Blick behalten.

  • An der Universität Bremen sind (zusätzlich zu den bereits existierenden Stellen) neue, nur für die Lehre gedachte, Stellen zu schaffen. Hier sind Dozenten aus Wirtschaft, Verbänden und dem wissenschaftlichen Bereich gleichermaßen anzuwerben.

  • Wir setzen uns für eine Erhöhung der Zahl an Honorarprofessoren an der Universität Bremen ein. Diese schaffen höhere Durchlässigkeit zwischen praktischem Fachwissen und der universitären Lehre.

  • Innovative Konzepte wie ein ausgeweitetes Angebot von Open Access sowie digitaler Lehre im Rahmen von Vorlesungsvideos und digitalen Lehrmethoden sollen Forschung und Lehre transparenter und leichter zugänglich machen. Hierbei ist auf moderne und offene Formate und Technologien zu setzen.

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