Fußballstadien sind sicher und werden immer sicherer. Laut polizeilicher Statistik kommen auf über 25 Millionen Stadionbesuche in der Saison 24/25 in den ersten drei Ligen gerade einmal 4700 eingeleitete Ermittlungsverfahren, von denen nur 65% tatsächlich in oder um die Stadien entstehen. Ein Minus von fast 20% gegenüber der Vorsaison. Selbes gilt für die eingesetzten Polizeiarbeitsstunden, die ebenfalls um knapp 10% gesunken sind. Angesichts dieser Zahlen erstaunt das Engagement, mit dem einige Innenminister der Länder auf DFB, DFL und Vereine einwirken, die Sicherheit in Stadien vermeintlich zu erhöhen.
Überwachungswahn stoppen, Vorverurteilungen verhindern
Die in der politischen Diskussion befindlichen Maßnahmen sind in keiner Weise geeignet, die Sicherheit in Stadien tatsächlich zu erhöhen. Vielmehr stellen sie Fußballfans unter Generalverdacht und verletzen elementare Prinzipien unseres Rechtsstaates. Wir fordern daher:
- Keine zentrale Stadionverbotskommission
- Kein verpflichteten personalisierten Eintrittskarten
- Reizgas und Wasserwerfer gehören nicht in Stadien
Was tatsächlich zu tun ist
Wir teilen die Ansicht, dass hohe Kosten für Polizeieinsätze auf Dauer eine unbefriedigende Situation für Fußballvereine, Liga und die öffentliche Hand darstellen. Mit zielgenauen Maßnahmen wollen wir dem entgegenwirken. Wir fordern daher:
- Gastverein stellt Ordner für Auswärtsblock
- Spezialisierte Einheiten raus aus den Stadien