“Verfall des Grundwissens” – Ohne Veränderung keine guten Aussichten

Die Jungen Liberalen fordern die Einführung einer halbjährlichen Lernstandserhebung in allen Jahrgangsstufen zur kontinuierlichen Erfassung der Grundkenntnisse und als notwendige Grundlage eines datenbasierten Bildungsmonitorings, welches eine datenorientierte Unterrichtsentwicklung im Sinn hat, um Anforderungen an Bildungsstandards zu formulieren und Defizite zu behandeln. Hinzukommt das zielorientierte Arbeiten mit einzuführen, welches sich als äußerst günstig erweist.

Des Weitere fordern wir die Wiedereinführung der verpflichtenden Stufenwiederholung, sofern die notwendigen Mindeststandards nicht erreicht werden. Dieser Schritt ist für Schüler der Sekundarstufe I und II notwendig, um Lernrückstände unmittelbar aufholen zu können.

Auch fordern wir die Vergabe von Schulnoten und das konsequente Überprüfen von Anforderungen in jeder Jahrgangsstufe, außer der 1. Klasse, um die Leistungsorientierung und damit einhergehende Qualitätssicherung der Lehre zu gewährleisten.

Der Unterricht kann in einem modularem System organisiert und somit individuell auf die einzelnen Schüler und Schülerinnen zugeschnitten werden. Zugleich erhalten die Schülerinnen und Schüler dadurch eine größere Wahlfreiheit.

Außerdem sollen Schüler einen leichten und unkomplizierten Zugang zu Förderunterricht haben, der im Rahmen der Eigeninitiative stattfindet, um bereits entstandenen Defiziten und Problematiken im Unterrichtsfach Deutsch entgegenzuwirken, um die Vermittlung der grundlegenden Fähigkeiten zu garantieren.

Rechtschreibung und Grammatik

Die Jungen Liberalen Bremen fordern, dass Rechtschreibung und Grammatik stärker im Lehrplan der Mittel- und Oberstufe berücksichtigt wird. Wir schlagen vor, grundlegende Wiederholungsübungen zur Rechtschreibung und Grammatik im bislang verpflichtenden Deutschunterricht regelmäßig einzuführen und zu diesem Zweck eine Reduzierung des Umfanges von literarischen Themen vorzunehmen. Diese regelmäßige Wiederholung zielt darauf ab, das erlernte Wissen langfristig zu speichern und sollen alle grundlegenden Aspekte der Grammatik und Rechtschreibung abdecken , die während der gesamten Schullaufbahn relevant sind oder in Vergangenheit bereits auf dem Lehrplan standen. Die Strukturierung ist flexibel zu gestalten, unter Berücksichtigung der Themen und des erforderlichen Inhalts. Es ist jedoch von Bedeutung, dass zu Beginn die essenziellen Grundlagen für das Verständnis des fundamentalen Konzepts gelegt werden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Förderung des aktiven Zuhörens und Lesens in realen Kontexten sowie auf Mechanismen der Selbstkorrektur und des Feedbacks gelegt werden.

Zudem fordern wir die Anpassung der Jahreswochenstunden im Fach Deutsch für die Jahrgänge 1 bis 4 der Primärstufe auf 30 Stunden, in der Sekundärstufe I für die Jahrgänge 5 bis 7 auf 18 Stunden und führ die Jahrgänge 8 bis 10 auf 12 Stunden.

Mathematische Grundkenntnisse

Die Jungen Liberalen Bremen setzen sich dafür ein, eine umfassende Verbesserung im mathematischen Bildungsbereich zu erreichen. Hierzu schlagen wir vor, die Jahreswochenstunden im Fach Mathematik für die Jahrgänge 1 bis 4 in der Primärstufe auf 26 Stunden zu erhöhen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, eine intensivere und vertiefte Auseinandersetzung mit mathematischen Grundlagen bereits in den frühen Schuljahren zu gewährleisten.

In der Sekundärstufe I schlagen wir vor, die Jahreswochenstunden für das Fach Mathematik in den Jahrgängen 5 bis 10 auf 36 Stunden zu erweitern.Eine intensivere Beschäftigung mit mathematischen Konzepten in dieser Phase der schulischen Entwicklung ist entscheidend für die Förderung von fortgeschrittenen Fähigkeit und das Verständnis komplexer mathematischen Zusammenhänge.