14.05.2022

Unsere Kinder, unsere Zukunft!

Die niedrigste Betreuungsquote im bundesweiten Vergleich, Personalmangel und Sprachdefizite. Die Situation der Kitas in Bremen zeichnet ein klares Bild von der Vernachlässigung unserer Kinder, von den Kindern, die bald als junge Erwachsene ihre Zukunft gestalten wollen, die Kinder, die alle Möglichkeiten haben sollen, die Deutschland zu bieten hat. Lasst uns die frühkindliche Bildung verbessern und Defizite aus dem Weg räumen.

Die Julis Bremen fordern:

Rein schulische Ausbildungen mangeln an Praxiserfahrung. Ebnen wir den Weg für einen Wechsel, weg von der schulischen hin zur dualen Ausbildung. Dafür passen wir die PiA-Ausbildung an und etablieren sie im Bundesland Bremen als Standard. Hierbei sollten folgende Kriterien der PiA-Ausbildung gestrichen werden:

  • Das Gehalt, welches während der Ausbildung ausgezahlt wird, nach Abbruch der Ausbildung zurückgezahlt werden muss.
  • Das Auszubildende nach Abschluss der Ausbildung für 4 Jahre an Bremen gebunden werden und ihnen somit weniger Flexibilität im weiteren Berufsleben gewährt wird.
  • Eine Aufhebung der Gebundenheit an die “ibs Bremen”.

Um den Personalmangel an Bremer Kindergärten zu bekämpfen, verbessern wir die Arbeitsbedingungen und fördern den Gesundheitsschutz der Erzieherinnen und Erzieher. Damit das Berufsfeld attraktiver wird, integrieren wir Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in den Beruf des Erziehers. Das gewährleistet qualitativ hochwertiges Fachpersonal, welches die Möglichkeit hat, sich in seiner Karriere weiterzuentwickeln und die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes abzudecken.

Eine Überprüfung des Kita-Rahmenplans auf Basis von aktuellen pädagogischer Ansätzen, des Weiteren wollen wir Bremen vielfältiger gestalten und Weltoffenheit demonstrieren, deswegen fördern wir bilinguale Kitas und nehmen sie in den Kita-Rahmenplan auf.

Um den Kita-Alltag so vielfältig wie möglich zu gestalten, unterstützen wir Kooperationen mit Museen und Unternehmen, schöpfen wir die Möglichkeiten von Bremer Kultureinrichtungen voll aus!

Gute Sprachfertigkeiten sind eine wichtige Grundlage für das weitere Leben von Kindern. In Kitas sollen deswegen stärker und frühzeitig die Sprachfertigkeiten von Kindern gefördert werden. Dazu sollen die Sprachfertigkeiten der Kinder regelmäßig mit von Experten ausgearbeiteten standardisierten Testverfahren überprüft werden. Das bisherige PRIMO-Testverfahren wird durch diese ersetzt. Speziell weitergebildete Erzieherinnen und Erzieher sollen die Tests durchführen und frühzeitig die Sprachfertigkeiten der Kinder fördern. Sprachdefizite sollen nach Bedarf gezielt behandelt werden.

Um Bildungsgerechtigkeit auch im frühen Alter zu gewährleisten, integrieren wir mehr Bildungsmöglichkeiten in den Kita-Rahmenplan. Die frühkindliche Bildung verstehen wir als Chance, Kinder im frühen Alter auf das Leben und ihre schulische Laufbahn vorzubereiten. Dadurch mindern wir die Abhängigkeit des Bildungsgrades vom Elternhaus.

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